Ladungssicherung bei Kurierdiensten

Wenn ein Paket oder ein Brief schnell zugestellt werden soll, so wird damit ein Kurierdienst damit beauftragt. Doch auch wenn es schnell gehen soll, spielt natürlich die Sicherheit eine große Rolle. Hier insbesondere die Ladungssicherung. Schließlich soll durch den Transport der Inhalt in einem Paket nicht kaputt gehen.

Ladungssicherung ist Pflicht

Ladungssicherung bei Kurierdiensten
Quelle: pixabay.com

Das Paket einfach bei der Auslieferung einfach auf den Sitz oder in den Kofferraum legen, wird zwar gerne gemacht. Doch erlaubt ist eine solche Verladung nicht. Und man sollte es auch nicht tun. Den gerade wenn es zu einem Unfall kommt, kann ein solches Paket schnell zu einem gefährlichen Geschoss im Auto werden. Am Beispiel von einem Versandkasten kann man die Gefahr gut deutlich machen. Ein Versandkasten ist klein und nicht schwer, wiegt rund 1 kg. Doch gerade bei einem Aufprall wie er durch einen Verkehrsunfall entstehen kann, kann dieser eine Aufprallenergie von bis zu 96 kg entwickeln. Schwerste Verletzungen sind dementsprechend möglich.

Das sagt der Gesetzgeber

Wie bereits schon kurz erwähnt, ist die Ladungssicherung eine Pflicht. Auch wenn die Zustellung schnell gehen muss, ist hier die Straßenverkehrordnung mit §22 StVO Absatz 1 eindeutig. Nach dieser Vorschrift muss alles so in einem Auto verlastet und gesichert sein, damit es bei einer Vollbremsung oder einer Ausweichbewegung, nicht zu einem umfallen, zu einem verrutschen, zu einem hin- und herrollen oder aber auch zu einem herabfallen kommen kann. Verantwortlich für die Ladungssicherung ist nicht der Kurierdienst an sich, sondern vielmehr nach § 23 StVZO der Kurierfahrer, der Zusteller. Dieser muss prüfen, in welchem Umfang die Ladungssicherung zu treffen ist und ob diese ausreicht. Ist das nicht der Fall, darf er das Fahrzeug nicht bewegen. Nicht nur die Straßenverkehrordnung ist in dieser Angelegenheit eindeutlich, sondern auch das Handelsgesetzbuch mit § 412 Abs. 1 und VDI Richtlinien.

Umfang der Ladungssicherung vom Einzelfall abhängig

Der Umfang der Ladungssicherung ist immer vom Einzelfall abhängig. Im ersten Schritt muss man prüfen, wie schwer und groß ist das Versandgut und kann dieses mit dem Fahrzeug auch befördert werden. Im zweiten Schritt muss man prüfen, um was handelt es sich? Gerade wenn es sich um Gefahrgut handelt, gibt es je nach Menge strengere Anforderungen, als wenn es sich um normales Versandgut handelt. Ein normales Paket sollte man stets auf der Ladefläche transportieren. Je nach Gewicht sollte eine Sicherung mit Gurten, wie zum Beispiel Dreipunktgurten erfolgen. Stapelt man Pakete, so sollte man diese auf der Grundlage vom Gewicht stapeln. Hierbei kommen schwere Pakete immer nach unten und leichte nach oben. Ein Paket oder Pakete, sollte man immer möglichst weit vorne laden. Erfolgt der Transport in einem normalen PKW, muss die Hutablage und der Rückspiegel stets frei sein.